Sonntag, 11. Oktober 2009

Aus der IT

2,5 Jahre hat sich jemand die Mühe gemacht, alle Speicherfehler auf den zigzehntausenden von Google-Servern auszuwerten. Die Ergebnisse sind - wie schon die der Festplattenauswertung - krass. Ein ECC-Speicherriegel (also mit Fehlerkorrektur) hat im Durchschnitt 3751 Fehler pro Jahr.

Das ist um einige Größenordnungen mehr als alle Herstellerangaben. Aber schauen wir zuerst auf die gute Seite: Die Temperatur spielt - wie bei den Festplatten - keine Rolle bei den Ausfällen. Die ganzen Zusatzkühler für RAM kann man also getrost abhaken. Auch sind die Fehler nicht vom DIMM-Typ oder dem Hersteller abhängig.

Und das ist die schlechte Nachricht: Denn die Studie ergab, daß die Fehlerhäufigkeit vom verwendeten Motherboard abhängen!
"the study found that error rates were motherboard, not DIMM type or vendor, dependent. This means that some popular mobos have poor EMI hygiene. Route a memory trace too close to noisy component or shirk on grounding layers and instant error problems."
Haben die MoBo-Hersteller etwa geschlampt?

Nächstes Thema: Eine Firma "Danger", also Gefahr, zu nennen, ist schon eine komische Idee. Insbesondere, wenn dort die Kundendaten in Gefahr sind. War zwar nicht anders zu erwarten, wenn Kleinweich und Teledoof miteinander rummachen, aber einfach so die Kontakt- und Kalenderdaten, die Fotos und weitere persönliche Infos von Kunden ins Nirwana zu schicken, ist doch ein starkes Stück. Eine Hoffnung auf die Wiederkehr wichtiger Daten soll man sich auch nicht machen, Bis jetzt ist noch unklar, wie viele User betroffen sind. Klar ist hingegen, daß die betroffenen User stinksauer sind. So viel also zum Thema "Cloud Computing".

1. Update (11/10/09): Wenn dieser Kommentar bei Engadget stimmt, dann gab es bei denen einen Inkompetenz-Rudelbums.
  1. Übernahme durch MS
  2. Kompetente Leute gefeuert
  3. Cloud als Haupt-Datenspeicher
  4. Kein Backup
  5. Outsourcing der Wartung zentraler Komponenten
  6. An Conslutants!
Wenn das stimmt, fällt das unter grobe Fahrlässigkeit. Und das wird im amerikanischen Rechtssystem richtig teuer. Stichwort: Punitive Damages.

2. Update (12/10/09): Fefe schreibt hingegen in seinem Blog, ihm sei das Gerücht zugetragen worden, das SAN hätte sich "spontan desintegriert". Ist zwar prinzipiell auch möglich, halte ich aber für relativ unwahrscheinlich.

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