Sonntag, 11. Oktober 2009

Erst kommt das Fressen...

Und noch ein Grund, der heiligenheuchlerischen "Mutter Kirche" den Rücken zuzudrehen: Die englischen Bischöfe, die bis vor kurzem noch Zeter und Mordio gegen den "Götzendienst" der Bankster gepredigt haben, verlangen jetzt plötzlich, man möge doch diesen wundervollen Geldvermehrern keine unbilligen Regeln auferlegen. Hintergrund: Die geplanten EU-Regeln für Hedgefonds bedrohen die Geschäfte der Kirche. Das schreiben die Pfaffen sogar wortwörtlich:
"Um unsere Profite zu maximieren, brauchen wir die Freiheit, die besten Investmentmanager und Fonds auszusuchen."
Mein Gott, bei der Heuchelei dieser Pharisäer wird mir kotzübel...

Und Wofür?

Zum ganzen Brimmbrammborium um Obama und den Friedensnobelpreis nur zwei Anmerkungen:
  1. "... für seine außerordentlichen Bemühungen..." Stellt euch den Text mal in einem Arbeitszeugnis vor.
  2. "...seine Vision und Arbeit für eine Welt ohne Atomwaffen." Hat er denn schon daran gearbeitet? Nee. Bleibt also nur die Vision. Und da verweise ich an Altkanzler Helmut Schmidt: "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen."
Also, wofür kriegt Obama den Nobelpreis? Oder hat sich das Komitee vom amerikanischen Messias-Wahn anstecken lassen?

Fenster auf - Geld raus!

Während man als Normalsterblicher bemüht ist, mit seinen paar Kröten über die Runden zu kommen, bauen unseren Bankster nach wie vor darauf, aus den staatlichen Rettungsfonds refinanziert zu werden.

Die Story vom verlorenen Sohn kennen wir ja aus der Bibel, aber verlorengegangene Tochterfirmen sind was neues: Die HSH Nordbank "findet" bei der internen Revision plötzlich eine Tochterfirma auf den Kanalinseln, von deren Existenz keiner was gewußt haben will. Das kreidet man doch lieber irgendwelchen Ex-Managern an und hofft, daß sich niemand an die anderen Skandale (Nonnenmacher-Bonus, Stripperinnen-Sex in New York, etc.) erinnert. Und die paar hunderttausend Euro an SchmiergeldernBeraterhonoraren fallen bei den Milliarden Miesen auch nicht mehr groß auf.

In LinksVomTeichistan zeichnet sich hingegen ab, daß die Rettungsfonds ein Riesenverlust für die Staatskasse (und den steuerzahlenden Bürger) werden. 34 US-Banken haben es nicht geschafft, die Ende September fällig gewordene Rate zu zahlen. Insgesamt 134 Mrd. Dollar Kreditvolumen sind also momentan in der Schwebe. Plus 80 Mrd., die in Detroit versenkt wurden und das "schwarze Loch" AIG mit knapp 70 Mrd. Macht insgesamt über $ 280.000.000.000, die wahrscheinlich futsch sind. Jeder Amerikaner zahlt also etwa $ 935 für die Inkompetenz und Geldgier der Bankster.

Das ist aber nur der Teil, den die Amis sofort hinlegen müssen. Was in einigen Jahren noch hinzukommt, wenn sich die Rentenfonds nicht mehr bilanztechnisch "schönrechnen" können, ist noch nicht einmal abzuschätzen. Im Moment fehlen bereits 1,2 Billionen Dollar in der Rentenkasse. Die Situation ist so drastisch, daß Pensionen inzwischen wieder in "Giftzertifikate" investieren - also genau jene Schrottpapiere, die sie erst an den Rand des Abgrunds gebracht haben - nur um höhere Renditen zu erreichen. Das amerikanische Rentensystem ist also genauso kaputt wie das unsere.

Aus der IT

2,5 Jahre hat sich jemand die Mühe gemacht, alle Speicherfehler auf den zigzehntausenden von Google-Servern auszuwerten. Die Ergebnisse sind - wie schon die der Festplattenauswertung - krass. Ein ECC-Speicherriegel (also mit Fehlerkorrektur) hat im Durchschnitt 3751 Fehler pro Jahr.

Das ist um einige Größenordnungen mehr als alle Herstellerangaben. Aber schauen wir zuerst auf die gute Seite: Die Temperatur spielt - wie bei den Festplatten - keine Rolle bei den Ausfällen. Die ganzen Zusatzkühler für RAM kann man also getrost abhaken. Auch sind die Fehler nicht vom DIMM-Typ oder dem Hersteller abhängig.

Und das ist die schlechte Nachricht: Denn die Studie ergab, daß die Fehlerhäufigkeit vom verwendeten Motherboard abhängen!
"the study found that error rates were motherboard, not DIMM type or vendor, dependent. This means that some popular mobos have poor EMI hygiene. Route a memory trace too close to noisy component or shirk on grounding layers and instant error problems."
Haben die MoBo-Hersteller etwa geschlampt?

Nächstes Thema: Eine Firma "Danger", also Gefahr, zu nennen, ist schon eine komische Idee. Insbesondere, wenn dort die Kundendaten in Gefahr sind. War zwar nicht anders zu erwarten, wenn Kleinweich und Teledoof miteinander rummachen, aber einfach so die Kontakt- und Kalenderdaten, die Fotos und weitere persönliche Infos von Kunden ins Nirwana zu schicken, ist doch ein starkes Stück. Eine Hoffnung auf die Wiederkehr wichtiger Daten soll man sich auch nicht machen, Bis jetzt ist noch unklar, wie viele User betroffen sind. Klar ist hingegen, daß die betroffenen User stinksauer sind. So viel also zum Thema "Cloud Computing".

1. Update (11/10/09): Wenn dieser Kommentar bei Engadget stimmt, dann gab es bei denen einen Inkompetenz-Rudelbums.
  1. Übernahme durch MS
  2. Kompetente Leute gefeuert
  3. Cloud als Haupt-Datenspeicher
  4. Kein Backup
  5. Outsourcing der Wartung zentraler Komponenten
  6. An Conslutants!
Wenn das stimmt, fällt das unter grobe Fahrlässigkeit. Und das wird im amerikanischen Rechtssystem richtig teuer. Stichwort: Punitive Damages.

2. Update (12/10/09): Fefe schreibt hingegen in seinem Blog, ihm sei das Gerücht zugetragen worden, das SAN hätte sich "spontan desintegriert". Ist zwar prinzipiell auch möglich, halte ich aber für relativ unwahrscheinlich.

Matschie-in-der-Birne

Ein klassischer Fußball-Trick: Links antäuschen, rechts vorbeigehen - und sich dann schön auf die Schnauze legen. Zwei dieser drei Spielzüge hat Matschie bereits vorgeführt. Ob der Dritte auch noch kommt hängt davon ab, wie gut die Basis Halt gibt. Und das scheint in der Thüringer SPD momentan mehr als fraglich, wenn der Chef bereits von "Putsch und Chaos" schwadroniert.

Eines ist auf jeden Fall klar: Selbst wenn das Manöver gelingt, gut tun wird es der SPD nicht.

Hosen runter, Ziercke!

Das Blatt scheint sich langsam gegen die Überwachungsfetischisten zu wenden: Zuerst einmal hat das VG Wiesbaden eine volle Breitseite gegen Zensursulas Internetsperrengesetz abgeschossen. Das Gericht hat die umstrittenen Verträge, die 5 große Provider nach massivem Mobbing durch die Bundesheucheleyenministerin abgeschlossen haben, in den Papierkorb der Geschichte befördert. Ohne das Gesetz, das im Moment in Brüssel herumdümpelt, dürfen keine Sperrlisten vom BKA herausgegeben werden. Und so muß BKA-Chef Ziercke jetzt die Hosen runterlassen und eine eidesstattliche Versicherung abgeben, daß dies auch bisher nicht passiert ist. Warten wir mal ab...

Auch unser Rollstuhl-Mielke kommt mit dem permanenten Lügen nicht mehr weiter. Er klapperte zwar wieder sein altes Mantra vom "Internet als rechtsfreien Raum" runter (was es so nicht gibt, im Gegensatz zum "Bundestag als verfassungsfreien Raum"), musste aber zugeben, daß das leyenhafte Zensurgesetz "handwerkliche Schwächen" enthält und außerdem im Wahlkampf entstanden sei, "um sich von den anderen Parteien abzusetzen".

Kann sich die CDU/CSU noch deutlicher als Organisation aktiver Verfassungsbrecher outen?

Hoffentlich kommt unser BVerfG bald zu der gleichen Einsicht wie die Rumänen: Die haben ihre Vorratsdatenspeicherung inzwischen gekippt, da sie verfassungswidrig ist.

Entwicklungshilfe für die Ölscheichs?

Manche Meldungen sind so dreist, die glaubt man auch nach mehrmaligem Lesen nicht. So wie diese hier: Die armen Ölscheichs bitten um Finanzhilfe, falls der Ölverbrauch auf Grund von Klimaschutzregulierungen sinkt.
Saudi Arabia has led a quiet campaign during these and other negotiations — demanding behind closed doors that oil-producing nations get special financial assistance if a new climate pact calls for substantial reductions in the use of fossil fuels.
Aber es kommt noch besser: Die Ölscheichs betteln um Geld, obwohl die Aussichten wohl dezent als "blendend" bezeichnet werden dürfen.
That campaign comes despite an International Energy Agency report released this week showing that OPEC revenues would still increase $23 trillion between 2008 and 2030 — a fourfold increase compared to the period from 1985 to 2007 — if countries agree to significantly slash emissions and thereby cut their use of oil. That is the limit most countries agree is needed to avoid the worst impacts of climate change.
Aber der absolute Brüller: Klimaschutz sei nur ein vergeschobener Grund, die Ölstaaten runterzumachen.
Al Sabban accused Western nations of pursuing an agenda against oil producers, under the guise of protecting the planet.
Liebe Scheichs, es tut mir ja soooo leid, wenn ihr demnächst keine goldenen Paläste mehr im Dutzenderpack hinklotzen könnt..

Kurz gesagt: FOAD.

Peinlich, Herr Ministerpräsident!

Auch ein Silvio Berlusconi steht nicht über dem Gesetz. Das hat jetzt das italienische Verfassungsgericht bestätigt: Das Immunitätsgesetz, mit dem der Herr seinen Kopf aus der Schlinge ziehen wollte, ist verfassungswidrig. "Ihro hochwohlgeborene Majestät" fand das erwartungsgemäß nicht witzig.

Am Pranger steht derzeit auch Monsieur Sarkozy. Hat er, der große Kämpfer für das HADOPI-Three-Strikes-Gesetz doch selbst gegen das Urheberrecht verstoßen. Und das nicht zum erstenmal. Beim nächstenmal müsste er also 300.000 Euro zahlen.

Wie heißt es so schön: Der Fisch fängt immer vom Kopf an zu stinken.

Perverses ZDF?

Freudscher Fehler? Ein ZDF-Sprecher verwechselte neulich Phishing mit Fisting. Kleiner Fehler, große Wirkung.

Hilfssheriffs zurechtgestutzt

Da wurden die Damen und Herren vom Ordnungsamt (aka Hilfssheriffs, Knöllchenschreiber, Müllfahnder und Aushilfsnachtwächter) jetzt aber zweimal ordentlich zurechtgestutzt:
Schuster, bleib bei deinen Leisten. In diesem Fall: Ordnungsbeamter, spiel' nicht den Polizisten!

FUBAR, die 2.

Über die intelligenzlosen Uniformierten in Schweden und Dänemark habe ich ja schon geschrieben. Aber Militärs sind überall auf der Welt gleich doof:

Das britische MoD erstellt ein Sicherheitshandbuch, einen Moloch von 2.400 Seiten namens JSP 440, in dem u.a. ausführlich erklärt wird, wie man vermeidet, das ungewollt Dokumente veröffentlicht werden. In Neudeutsch: Wie man "Leaks" verhindert. Und wo taucht das Dokument jetzt auf? Auf WikiLeaks! BWA-HA-HA-HA-HA-HA-HA-HA...

Auf der Hardthöhe hat man dagegen Probleme mit großen Zahlen. Oder leidet an Größenwahn. Oder beides. Ein IPv6-/32-Adressblock reicht unserer Bummelwehr nicht aus, sie wollen mehr! Zum Nachrechnen: Das sind 2^96 oder 79.228.162.514.264.337.593.543.950.336 mögliche Adressen. 79 Quadrilliarden. Also Zahlen, die man sonst nur in Donald-Duck-Heften findet, wenn es um Dagoberts Barschaft geht. Selbst wenn "Smart Dust"-Sensoren irgendwann mal Realität werden, ist diese Zahl immer noch gewaltig. Bei einem hypothetischen Modul von 1/10mm x 1/10mm x 1/10mm Größe (Staubkorn!) ergäbe das 79 Millionen Kubikkilometer.

Sonntag, 4. Oktober 2009

BfS, bitte dringend zum Realitäts-Check!

Das Bundesamt für Strahlenschutz benötigt dringend einen Realitäts-Check. Die Damen und Herren diskutieren nämlich gerade darüber, was mit dem maroden Atommüllager Asse II passieren soll. Und schauen dabei nette Videoanimationen an, in denen alles schön ordentlich aufgeräumt ist. Dabei sieht der ganze Schlamassel in echt so aus...

Update: Das kommt davon, wenn man einen Artikel nicht fertigschreibt. Inzwischen bröckelt in der Asse nicht nur der sprichwörtliche Putz von der Decke, nein, die ganze Decke kommt schon runter.

Aus der IT

Amazon muß zahlen: 150.000 $ für gelöschte Hausaufgaben. Hintergrund: Amazon vertreibt E-Books ohne Copyright. Kunden kaufen diese E-Books und lesen sie auf dem Kindle. Rechteinhaber meckert. Amazon löscht remote über Nacht die Bücher - ohne die Kunden zu informieren. Kunden sind sauer. Besondere Ironie: Die strittigen Titel waren "1984" und "Animal Farm".

Das neueste Produkt von Google namens "Wave" wurde bereits so hochge-hype-t wie kaum etwas zuvor - abgesehen vielleicht vom Segway-Fiasko. Das Fazit im Praxistest ist dementsprechend vernichtend. Robert Scoble meint dazu: "Bringt das Schlimmste von Email und IM zusammen: Unproduktivität." Und wer wissen will, wie schlimm so eine Welle aussieht, kann bei Louis Gray nachschauen.

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing

Auch wenn diese Redensart laut Zwiebelfisch dem aussterbenden Genitiv angehört, so gilt sie in Italien nach wie vor. Dort hat sich "ihro hochwohlgeborene Majestät" Ministerpräsident Berlusconi wie folgt über seine Vorstellung einer freien Presse geäußert:
"Sie arbeiten für einen Sender, der gestern vier Nachrichten gebracht hat, alle negativ gegen die Regierung. Wir können nicht mehr zulassen, dass die Rai als einziges Fernsehen in der Welt mit dem Geld aller die Regierung angreift."
Also, liebe italienische Medien: Brav weiter kuschen!

Woche der Menschenunrechte

Ich hab gerade in den Kalender geschaut, ob diese Woche die Woche der Menschenunrechte oder so war. Anders kann man sich den Schwachsinn, den einige Vollspacken ablassen, nicht erklären. Was ich von den Widerlichkeiten halte, die Polens Ministerpräsident Tusk absondert, habe ich ja schon geschrieben. Aber wie heißt es doch: Schlimmer gehts immer!

Zuerst rabuliert die französische Innenministerin von einer "freiwilligen" Kastration von Sexualstraftätern. Sprich: Entweder Knast oder chemische Keule. "Freiwillig" würde ich das nicht nennen. Sondern Erpressung. Und für alle, die immer noch auf Stammtischniveau hier mitsumpfen: Chemische Kastration ist keine Garantie für Straflosigkeit. Goggle nach "Klaus Grabowski".

Und dann kann hier bei uns der Sarrazin sein Schandmaul mal wieder nicht halten. Ja, genau dieser Berliner Ex-Finanzsenator, der seine Inkompetenz bereits mit seinem Ernährungsprogramm für Hartz-IV-Empfänger bewiesen hat. 3,76 € pro Tag reichen ja bekanntlich aus, um sich "völlig gesund, wertstoffreich und vollständig" zu ernähren. Funktioniert aber nicht. Und jetzt göbbelt er als Bundesbanker in bester NPD-Manier gegen "Türkische Wärmestuben" und "Kopftuchmädchen". Und steht mit dieser Geisteshaltung nicht allein. Ein kleiner Trost bleibt: Inzwischen hat er die Berliner Staatsanwaltschaft nicht nur wegen Veruntreuung, sondern auch wegen Volksverhetzung am Hals.

Preise und Auszeichnungen

Für die ganz Schlauen gibt es den hier. Für die ganz Doofen diesen hier. Und sogar für die Schlauen, die sich mit wissenschaftlicher Akribie ganz doofen Themen widmen, gibt es eine Auszeichnung: Den Ig-Nobel-Preis. Dieses Jahr unter den preisgekrönten Arbeiten: Kühe mit Namen geben mehr Milch als Namenlose, sowohl volle als auch leere Bierflaschen sind härter als ein menschlicher Schädel, aus Tequila kann man Diamanten machen und schwangere Frauen kippen nicht um, weil sie dafür gebaut sind.

FUBAR

FUBAR: Fucked Up Beyond All Recognition. Army-Slang. Frei übersetzt: "Total verkackt!" Korrekte Bezeichnung für die Pannen und Peinlichkeiten, die das Militär in unseren nördlichen Nachbarstaaten momentan verbockt.

Beginnen wir bei den Schweden: Daß dieses Völkchen früher keinen Plan hatte, ist offensichtlich. Wer baut schon ein Schlachtschiff, das bei der ersten Fahrt noch im Hafen absäuft? Wirklich gebessert hat sich das auch im 21. Jahrhundert nicht. Da schafft es eine "Elite"truppe trotz GPS-Navigation bei der Auswahl des Angriffszieles um zweihundert Meter danebenzuliegen und das falsche Häuschen zu stürmen. Da haben ja die Husaren wirklich ein Husarenstück abgeliefert.

In Dänemark begnügt man sich derzeit noch mit verbalen Verirrungen - sprich Lügen. Dort hat nämlich Thomas Rathsack, ehemaliger Angehöriger der dänischen Version einer solchen Elitetruppe, ein Buch über seine Erlebnisse bei den "Jägern" geschrieben. Allerdings passte das dem dänischen Oberkommando überhaupt nicht ins Konzept, da in Dänemark eh die Afghanistan-Debatte derzeit ziemlich hochkocht. Also zog das dänische Militär vor Gericht, um die Veröffentlichung des Buches zu verhindern. Fadenscheinige Begründung: Das Buch enthalte "geheime Informationen". Nachdem aber Zensur bei unseren Nachbarn noch ein wirkliches Reizwort ist, druckte die Tageszeitung "Politiken" das ganze Buch einfach ab. Ende der Geschichte? Weit gefehlt! Um zu beweisen, wie gefährlich dieses Buch doch sei, trat einige Tage später der dänische Verteidigungsminister vor die Presse und erzählte ein Lügenmärchen über eine angeblich im Internet kursierende arabische Übersetzung. Denn wenn sich der "Feind" solche Mühe macht, dann enthält dieses Buch doch sicher brisante Informationen, nicht wahr? Dumm nur, daß seine Lügen aufflogen. Die angebliche Übersetzung war nur Kauderwelsch. Mittels Google-Translate übersetzt. Und nicht von Al-Kaida, sondern vom IT-Chef des dänischen Militärs. Woher man das weiß? Aus den Eigenschaften des ominösen Word-Dokuments. Ich frag mich ernsthaft, welcher von den beiden unfähiger ist. Ein Minister, der glaubt mit einer solchen Lügengeschichte durchzukommen oder ein IT-Chef, der nicht weiß, was Meta-Informationen sind.

Hat der Matschie denn nur Matsch in der Birne?

Die Linke hat sich in Thüringen mehr als kompromissbereit gezeigt: Zuerst verzichtet Ramelow selbst auf den Posten des Ministerpräsidenten in einer rot-rot-grünen Koalition, dann überläßt die Linke den Posten sogar komplett der SPD. Und was macht die? Erklärt die Koalitionspartner erstmal gradheraus als "unzuverlässig" und stürzt sich auf die CDU. Anders gesagt: Die Linke tut alles, um die SPD an die Macht zu bringen und die rennt davon und versteckt sich hinter der schwarzen Pest. Bei solchen Demontage-Experten in der Führungsriege steuert die SPD direkt ins Desaster. Beim nächsten Mal wird das Wahlergebniss einstellig.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

VORSICHT! Das kann dich töten!

Klingt auf jeden Fall interessant, wenn ein Video schon mit diesen Worten beginnt. Hintergrund: Eine Kunst-Kollektive aus Brooklyn hat ein Karusell gebaut - mit Düsenantrieb! Faszinierend, würde Spock sagen. Noch erstaunlicher ist aber, daß ein Mitarbeiter von "Popular Mechanics" die Chuzpe hatte, das Ding zu testen. Der Mann hat das Zeug zu einem Darwin Award!

Klare Worte von den Amis...

und die deutsche HofberichterstattungPresse schreibt mal wieder nichts darüber. Dabei ist es wirklich interessant, was herauskommt, wenn Obamas Sprachrohr in Europa, der "assistant secretary of state for European affairs" (also Ministerialdirektor für europäische Angelegenheiten) Philip Gordon sich mal so richtig verplappert:
"We want to see a strong and united Europe, speaking with one voice. In the best of all possible worlds, that one voice will be saying what we want to hear….If it is not saying what we want to hear, then we would rather that voice was less united."
Lassen wir uns das mal genüßlich auf der Zunge zergehen: Ein starkes und einiges Europe ist den Amerikanern nur genehm, wenn wir nach deren Pfeife tanzen. Ansonsten hätten sie lieber ein schwaches und zerstrittenes Europa.

Köstlich auch dieses Zitat:
"We want to see Europe thinking more strategically, because we think if they do think more strategically, they’ll think more like Americans."
LOL, also daß die Amerikaner das strategische Denken gepachtet haben, ist mir auch neu.

Hitler has only got one ball...

Jaja, das sangen die Tommys bereits vor 70 Jahren. Bei uns kennt den Text zum berühmten River-Kwai-Marsch (der eigentlich "Colonel-Bogey-March" heißt) allerdings kaum jemand. Genausowenig ist bekannt, ob Hitler wirklich an Monorchismus litt. Eines ist aber jetzt klar: Das Stück Schädel, das die Russen anno '45 ausgegraben, wieder verloren und ein Jahr später nochmal ausgegraben haben, und von dem sie seitdem behaupten, es gehöre zu Adolfs Überresten, gehörte zu Lebzeiten einer Person, die gar keine Hoden hatte.

Weil diese Person nämlich eine Frau war.